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Das Regionsgebiet

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Die Region Tambacounda wird auch Sénégal Oriental genannt. Sie ist die östlichste Region des Senegals, liegt zwischen dem 12°20 und dem 15°10 nördliche Breite sowie dem 14 50 westliche Länge. Die Größe der Region beträgt 59.602 km² und beläuft sich auf 30 % des senegalesischen Staatsgebiets. Schätzungen zufolge belief sich die Bevölkerung im Jahr 2007 auf 630.716 Einwohner.

 
Geschichte der Region

Politische Entstehung und Bildung

Wie alle Regionen des Senegals wurde auch diese Region durch verschiedene frühere Königreiche kolonisiert, die zur Bildung ihrer heutigen Identität beitrugen. Das aktuelle Gebiet der Region resultiert aus mehreren Veränderungen seiner geographischen Form, die sich auf drei Zeiträumen verteilen: die vorkoloniale Zeit, die koloniale Zeit und die postkoloniale Zeit.

 
Geschichte der Region

Ansiedlung und Entwicklung der Bevölkerung

In dem geographischen Gebiet dieser Region ist die Geschichte seiner Ansiedlung eng verbunden mit den Migrationswellen, die nach dem Niedergang der Königreiche von Ghana und Mande in der Unterregion aufeinanderfolgten. Die ersten bekannten großen Migrationen sind die der Mandinka, die nach dem Niedergang des Königreiches von Ghana zum Westen und Südwesten des afrikanischen Kontinents wanderten. Nach dem Zerfall des Mali-Reiches  sind ebenfalls mehrere ethnische Gruppen weggezogen.
 
Energie- und Brennstoffversorgung

Brennstoff wird zum Kochen benötigt, und gekocht wird vor allem mit Holz und Holzkohle. Dabei ist die lokale Abholzung weniger problematisch als der enorme Bedarf des Großraums Dakar, worunter vor allem die Steppenvegetation im Südosten des Landes um Tambacounda leidet. In der Sahelzone trägt die Abholzung zur Ausbreitung der Sahara nach Süden bei.

 
Wirtschaft und Infrastruktur in der Region Tambacounda
Baumwollverarbeitung

In großem Maßstab werden vor allem Erdnüsse und Baumwolle für den Export angebaut. Die von der Kolonialmacht eingeführten Monokulturen mit hohem Pestizideinsatz stellen aber ein ökölogisches Problem dar. Die traditionelle bäuerliche Landwirtschaft ist vor allem auf die Eigenversorgung ausgerichtet und nur in der Regenzeit möglich. Neuerdings haben sich Kooperativen von ehemals Arbeitslosen gebildet, die z.B. Bananenplantagen betreiben, was aber in der Region künstliche Bewässerung erfordert.

 
Das Handwerk
Tischlerei

Industriebetriebe gibt es in Tambacounda kaum, dafür aber einen großen Markt und diverse Handwerksbetriebe, wie z.B. in den Branchen Metallbearbeitung, Weberei, Schneiderei und Tischlerei. Mangelnde Werkzeuge und Maschinen etwa in der Metallbearbeitung werden durch großes Improvisationstalent ausgeglichen. Auf eine lange afrikanische Tradition blicken die Holzschnitzerei und die Baumwollweberei zurück.

 
Gesundheitswesen
Krankenhaus

Tambacounda hat ein Krankenhaus mit folgenden sechs Abteilungen: Chirurgie, Innere Medizin, Pädiatrie, Geburtenstation, Notaufnahme und Augenstation. Die Klinik ist für die weite ländliche Umgebung bis nach Mali und Guinea hinein die nächst erreichbare. Die Ausstattung ist verhältnismäßig schlecht. Der Freundeskreis Tambacounda hat mehrfach in Hannover gespendete Rollstühle, Gehhilfen, Verbandsmaterial und andere Hilfsmittel in den Senegal verschifft und dem Krankenhaus, anderen Institutionen und bedürftigen Personen übergeben.

 
Schulwesen

Das senegalesische Bildungssystem wurde von der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich übernommen. Alphabetisiert werden die Kinder auch heute noch in der für sie fremden Sprache Französisch. Längst nicht alle Kinder besuchen eine staatliche Schule.
Die Grundschule Sada Maka Sy befindet sich im ärmsten Stadtteil Tambacoundas, in Dépôt. 14 Lehrer unterrichten insgesamt über tausend Kinder. Die Schule ist seit ihrer Sanierung mit Hilfe des Freundeskreises Tambacounda 1994 ein angenehmer Lernort und Symbol für Projekte des Vereins in der Stadt.

Neben der Grundschule Sada Maka Sy sind das Collège Thierno Souleymane Agne und das Lycée Mame Cheikh Mbaye in das Netzwerk Ecoleglobale integriert.