| Bildung
Das heutige Bildungssystem des Senegals wurde von Frankreich während der Kolonialherrschaft etabliert und stark an das dortige System angelehnt. Es gibt die Vorschule, die Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren besuchen. Dann die Grundschule die von sieben bis zwölf-jährigen besucht wird. Folgend gibt es eine Mittelschule die mit sechzehn Jahren und der Mittleren Reife abgeschlossen wird. Danach besteht noch die Möglichkeit drei Jahre das Gymnasium zu besuchen und das Abitur zu erlangen. Unterrichtssprache im Senegal ist Französisch, eine Fremdsprache für die SchülerInnen, die zuhause oftmals senegalesische Sprachen (Wolof, Pulaar, Bambara, etc.) sprechen. Nach dem Abitur können die SchülerInnen die Universitäten in Dakar und Saint Louis besuchen. Neben dieser formellen Schulausbildung gibt es auch so genannte „informelle Maßnahmen“ zu diesen gehören u.a. die Alphabetisierung der über 15-jährigen. Im Senegal stellt Analphabetismus noch immer ein großes Problem dar, 59,8% der Bevölkerung kann nicht lesen oder schreiben. Ebenso gibt es alternative Schulformen z.B. Koranschulen, die meist kostenfrei sind und deren Bildungsangebot von ärmeren Familien oftmals begrüßt wird. Vor allem in den ländlichen Region außerhalb Dakars gibt es zuwenig Schulangebote. Zudem sind die Schulen auf dem Land oftmals schlecht ausgestattet, es mangelt an Lehrpersonal etc. Seit 2002 ist der Schulbesuch im Senegal Pflicht, dennoch werden nur zwei Drittel der schulpflichtigen Kinder eingeschult. Besonders Mädchen wird der Schulbesuch oft verwehrt da sie im Haushalt helfen müssen oder früh verheiratet werden. |



