Achtklässler der IGS Vahrenheide-Sahlkamp haben Objekte für die am Donnerstag beginnende Ausstellung gestaltet.
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Mohammed zeigt auf ein großes Schild aus Papier mit der Aufschrift „Menschenrechte“. „Das haben wir zum Schutz der Menschenrechte gemacht, damit jeder machen kann, was er für richtig hält, und damit er nicht machen muss, was andere von ihm wollen“, erklärt der Achtklässler das Arbeitsergebnis seiner Gruppe. Dann tritt er sichtlich erleichtert einen Schritt zurück in seine Gruppe.
Zusammen mit Esra, Maxi, Pascal und Alex hat Mohammed sich mit „Bildern im Kopf“ beschäftigt. „Bilder im Kopf“ heißt auch eine Wanderausstellung, die vom heutigen Donnerstag bis zum 28. Januar im Neuen Rathaus zu sehen sein wird und die der hannoversche Verein Freundeskreis Tambacounda organisiert hat. Neben drei achten Klassen der Integrierten Gesamtschule (IGS) Vahrenheide-Sahlkamp nehmen an den Vorbereitungen zu der Ausstellung weitere vier Schulen aus Hannover teil.
Unter Leitung der Künstlerin Anja Steckling haben die achten Klassen zwei Tage lang in Kleingruppen Exponate erarbeitet. Jahrgangsleiter Christoph Nippert und Abdou Karim Sané vom Freundeskreis Tambacounda halfen den Schülern, wenn diese nicht weiterwussten. „Es geht darum, ein differenziertes Bild von Afrika zu entwickeln“, erklärt Sané, „Afrika ist nicht nur Katastrophe, Hunger und Krieg.“ Es gebe auch ein innovatives Afrika mit großen Hauptstädten, Wissenschaft, Universitäten. „An der IGS Vahrenheide-Sahlkamp kommen wir zwar gut miteinander aus“, fügt Nippert hinzu, „aber in einer Schule mit 20 Nationalitäten lohnt es sich immer, an solchen Themen zu arbeiten.“
Die Kleingruppen konnten sich aussuchen, ob sie sich künstlerisch mit dem Thema Rassismus, Weltreligionen oder Migration auseinandersetzen wollten. Zusätzlich gab es im Aufgabenpaket drei Paare mit gegensätzlichen Begriffen, die in die Exponate einfließen sollten. „Geschützt – ungeschützt“ ist ein solches Begriffspaar. Alper, Josef, Maurice, Natalie und Zilan haben eine weiße Papierpuppe mit einer großen Hand darüber hergestellt. „Das ist Gottes Hand, die soll den Menschen schützen“, erklärt Natalie die Gruppenarbeit.
Zum Begriffspaar „vereinzelt – gemeinsam“ sind große Herzen zu sehen, auf denen man allein stehende Menschen mit heruntergezogenen Mundwinkeln und andere in Gruppen mit fröhlichen Gesichtern erkennt. Zur Entstehung der „Bilder im Kopf“ würden die Medien viel beitragen, erläutert Christoph Nippert. Daher haben sich die Achtklässler auch viel mit Motiven beschäftigt, die von Printmedien gezeigt werden, und deshalb war als Material Papier vorgegeben. Das Arbeitsmaterial, eine riesige Rolle Zeitungspapier, hat die Madsack-Verlagsgesellschaft zur Verfügung gestellt: Eine ganz neue Rolle für ganz neue Bilder.
Wenn die Ausstellung im Rathaus Ende Januar abgebaut ist, kann sie beim Freundeskreis Tambacounda unter der Telefonnummer 1 61 26 12 ausgeliehen werden.
Karin Vera Schmidt
Quelle: http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/Nord/IGS-Schueler-gestalten-Ausstellung