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Das Regionalkrankenhaus

Das Regionalkrankenhaus ist seit 1993 ein Kooperationspartner des Freundeskreis  Tambacounda e.V.  

Das Krankenhaus hat sechs Stationen: eine chirurgische, eine für Innere Medizin, eine pädiatrische, eine Geburtenstation, eine Notaufnahme und eine Augenstation. 

Eine Ausbildung der ÄrztInnen ist nur in der Hauptstadt Dakar möglich. Eine Schwesternschule existiert aber auch in Tambacounda. Es gibt eine Apotheke im Krankenhaus, in der die Patienten ggf. ihre Medikamente selber bezahlen und holen müssen. Das Labor des Krankenhauses hat lediglich eine minimale Ausstattung und es sind keine Computer oder Fachbücher vorhanden, die dem medizinischen Personal zur Verfügung gestellt werden könnten. Das Krankenhaus hatte 2004 135 Betten. Es wurden 1.887 Patienten stationär behandelt, wobei davon alleine 695 Malaria-Fälle waren. Der durchschnittliche stationäre Aufenthalt betrug vier Tage. Im gleichen Zeitraum wurden 8.198 Patienten ambulant behandelt. 2004 wurden im Krankenhaus 35 Menschen positiv auf das HI- Virus getestet.   

Chirurgie:

Es gibt zwei OPs direkt neben den PatientInnenzimmern. Im OP direkt Image gibt es kein Röntgengerät. Nur in der Radiologie steht  eins zur Verfügung. Die häufigsten durchgeführten Operationen sind solche bei Knochenbrüchen, Leistenbrüchen, Tumoren und Abszessen. Im Juli 2004 wurde ein neuer Operationsblock eröffnet. 

 

Innere Medizin:

 

Die hauptsächlichen Krankheitsbilder sind: 

         -          Malaria                                                    Image                 
         -          Atemwegserkrankungen
         -          Altersdiabetes
         -          Tetanus
         -                   Dengue Fieber 
Gerade auf dieser Station ergeben sich einige Probleme, für die noch keine Lösungen gefunden sind:
  1. Es gibt überfüllte Flure, auf denen Kranke und ihre Familien lange warten müssen
  2. die Labordiagnostik ist bei Erkrankungen des Blutes oftmals fragwürdig, was auf die mangelnde Ausstattung zurückzuführen ist
  3. die therapeutischen Maßnahmen sind mangelhaft, da Medikamente fehlen und zudem Beipackzettel oftmals auf Deutsch sind
  4. Einwegmaterial wird grundsätzlich mehrfach benutzt

Die Pädiatrie: 

Behandelt werden Säuglinge, die oftmals Frühgeborene mit schlechten PrognosenImage sind, und  Kinder bis zwölf Jahren. Die unterschiedlichsten Infektionen ( z. B. Meningitis, Bilharziose, Malaria etc.)  und Unterernährung (Wasserbäuche augrund von Proteinmangel)  sind die am häufigsten auftretenden Erkrankungen bei Kindern.

Die meisten Kinder befinden sich bereits in einem komatösen Zustand, wenn sie eingeliefert werden. Die Problematik besteht hierbei einfach in der Tatsache, dass eine Behandlung im Krankenhaus für die Eltern oftmals unerschwinglich ist. Zudem hat das Krankenhaus ein riesiges Einzugsgebiet, da das Netz der medizinischen Versorgung nicht sehr dicht ist. Das führt dazu, dass Eltern sich erst auf den Weg zum Krankenhaus machen, wenn alternative Formen der Behandlung erschöpft sind, und ihre Kinder sich bereits in einem kritischen Zustand befinden.