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Ansiedlung und Entwicklung der Bevölkerung

In dem geographischen Gebiet dieser Region ist die Geschichte seiner Ansiedlung eng verbunden mit den Migrationswellen, die nach dem Niedergang der Königreiche von Ghana und Mande in der Unterregion aufeinanderfolgten. Die ersten bekannten großen Migrationen sind die der Mandinka, die nach dem Niedergang des Königreiches von Ghana zum Westen und Südwesten des afrikanischen Kontinents wanderten. Nach dem Zerfall des Mali-Reiches  sind ebenfalls mehrere ethnische Gruppen weggezogen.

Was die Region von Tambacounda betrifft, haben sich im XIII. Jh. die Malinke (aus dem Norden und dem Osten kommend) in der goldreichen Region von Kédougou niedergelassen. Somit traten die Malinke die Nachfolge vieler Völker an, u. a. der Koniagui, Soninke und  Dialonke. Nach dem Zerfall der o. g. Königreiche kamen die Islamisierungskriege und die Machtkämpfe unter den sich neu bildenden Königreichen, deren Bevölkerungen in den menschenleeren Gebieten der Region von Tambacounda Zuflucht fanden. 

Im XIX. Jh. erlebte die Region Kriege unter bestimmten Königreichen und Eroberungen zum Zweck der Islamisierung der lokalen Bevölkerungen. Das Gebiet von Kédougou wurde das Zentrum von nacheinander folgenden Islamisierungskriegen durch El Hadji Oumar, die Almamy von Timbo (Fouta Djallon) und den König von Labé, Alpha Yaya. Danach begannen die islamisierten Bevölkerungen aus dem Fouta Djallon sich hier niederzulassen.

Gemischte Gemeinschaften bestehend aus Immigrierten und Einheimischen erhielten nach und nach ihre Autonomie und ihre eigene Identität. Ein Beispiel wäre die Gruppe der Fulbe-Bande, deren Gründer Alpha Janduan, ein zum Islam bekehrter Bassari, Samba Dani, einen Jäger aus dem Koyin (Ost-Fouta), und Abdoulaye Kuranlo, einen Marabut aus Saabe (Labé), aufnahm. Zur selben Zeit gründete Saliem Ba, ein Soninke-Kaufmann von Gadiaga (Gebiet, in dem sich Bakel befindet), zusammen mit seinem Bruder das Dorf Kédougou mit der Genehmigung der Dugutigi, der damaligen Dorfchefs der Malinke. Dieses Dorf wurde später zur Kreisstadt und dann zur Departement-Hauptstadt. In die Region Tambacounda  kamen somit Migranten sowohl aus dem Mali als auch aus Guinea und Nordsenegal zusammen. Diese Ansiedlungen setzen sich fort während der ersten Hälfte des XX. Jh. mit ihrem Schwerpunkt in der Immigration aus dem Fouta Djallon im Süden.

Ab 1991 ließen sich Jaxanke-Marabuts aus Tuuba und Bagadaaji im Mali in das Niokolo-Gebiet nieder, welches von der französischen Verwaltung nicht so streng kontrolliert war, und einige ihrer Kollegen gründeten das Dorf Tabadian im Unterkreis von Tambacounda. Ihre Nachfahren ließen sich später im Bezirk von Salémata nieder, wo sie über die Dörfer Darou-Salam, Tyankoy, Dakatély und Afia regierten. Mandinka und Fulbe waren die größten Bevölkerungsgruppen der Region, aber ab Beginn des XX. Jh. kamen die Wolof hinzu, insbesondere im Bundu, nahe der Bahnlinie. 

Heutzutage bleibt die Region von Tambacounda ein Aufnahmegebiet für Migranten aus der Unterregion und anderen Regionen Senegals.