Endlich war es soweit: In Tambacounda begannen die Filmarbeiten für den zweiten Teil des Films: Ein-wandern-Aus.
Der spanische Regisseur Javier Barbero und die deutsche Ethnologie-Studentin Anna Ramella machten auf ihrer Forschungsreise Halt in Tambacounda. Anna und Javier wollen im Zug zwischen Dakar- und Bamako Reisende und ArbeiterInnen befragen und dies filmen, um herauszufinden, inwiefern der Zug zum Taktgeber des Lebens und somit evtl. als Heimat empfunden wird. Aufgrund von Bauarbeiten fuhr der Zug aber nicht, so dass der Aufenthalt im Solar- und Hygienezentrum länger ausfallen konnte als geplant.
Die Beiden boten einen Workshop zur Einführung in Kameratechnik und Film an, woraus die Idee entstand, den zweiten Teil zu „Ein-wandern-Aus“ zu drehen.
„Ein-wandern-Aus“ entstand in Hannover als Schulprojekt in Zusammenarbeit mit der Leibnizschule Hannover und dem ASA-Programm. Der 15minütige Film zeigt in kurzen Interviewsequenzen Afrikabilder deutscher SchülerInnen auf und das Erleben Deutschlands von afrikanischen MigrantInnen.
Gemeinsam mit einem Filmteam, das aus vier Schülerinnen und zwei Schülern der Realschule Thierno Soulaymane Agne bestand, drehten Javier und Anna eine Antwort aus Tambacounda auf den Film der hannoverschen SchülerInnen. Die senegalesischen SchülerInnen übernahmen dabei die Kameraführung sowie den Ton. Im Vorfeld überlegten sich die SchülerInnen Bilder, die sie zeigen wollten, um ihr eigenes Bild von Tambacounda zu präsentieren. Ergänzt wurden diese Bilder von gegenseitig geführten Interviews zum Europabild.



