Auf einem Grundstück, das dem Verein für diese Zwecke zur Verfügung gestellt wurde, wurde das Solar- und Hygienezentrum als Modellprojekt konzipiert, um ökologische Bauweisen, Grundwasserschutz sowie die Nutzbarkeit von Sonnenenergie zu demonstrieren. Im Zentrum finden Schulungen und Seminare statt, um aufzuzeigen, welche Möglichkeiten es zum Hygieneschutz (z.B. durch Trockentoiletten) und zur Gesundheitsvorsorge (Malariaprophylaxe und Diabetesberatung) gibt. Zielgruppen für die Schulungen in diesem Zentrum sind Multiplikatoren im weitesten Sinne wie z. B. LehrerInnen, Kooperativen etc.
Ein zweiter Bereich ist das Internetcafé und ein PC-Schulungsraum, um der
Bevölkerung einen guten und günstigen Zugang ins Internet zu bieten und insbesondere junge Menschen mit der Computernutzung vertraut zu machen, denn PC-Kenntnisse eröffnen ihnen einen besseren Zugang zu Ausbildungs- und Arbeitplätzen. Regelmäßig finden Kurse für alle Office-Anwendungen statt.
Das Solar- und Hygienezentrum ist als offizielles Bildungszentrum anerkannt und arbeitet mit verschiedenen Schulen in Tambacounda und anderen Bildungsinstitutionen zusammen. Das Zentrum verfügt über eine Bibliothek, die von den SchülerInnen und PädagogInnen der umliegenden Schulen genutzt wird.
Neben Schulungs- und Seminarräumen sind auch Werkstätten angeschlossen, um Ausbildungsmöglichkeiten zu schaffen. Bislang wurden eine Tischlerei und eine Näherei eingerichtet.
Das Modell einer Trockentoilette mit Dehydration und thermophiler Kompostierung ist zur Demonstration der Technik und der hygienischen Vorteile zugänglich und funktionstüchtig. Um Solartechnik zu einer breiten Anwendung zu verhelfen, bedarf es breit angelegter, basisorientierter Schulungsschritte, um die Menschen in die Lage zu versetzen, die Nützlichkeit und Anwendbarkeit von Solartechnik zu erleben und auszuprobieren. Außerdem bedarf es eines Netzes von gut erreichbaren Solartechnik-Zentren, um Vertrieb und Ersatzteile bereitstellen zu können.
Das Projekt ist darauf ausgerichtet, das Bewusstsein der Bevölkerung für die Möglichkeiten der Sonnenenergienutzung im Senegal durch Trainingsprogramme und Öffentlichkeitsarbeit zu wecken. Kurz- und mittelfristig soll es das Interesse verschiedener, gesellschaftlich relevanter Gruppierungen für die Verbesserung der hygienischen Bedingungen durch ein anderes Sanitärsystem wecken.



