| Politik
Der Senegal ist seit dem 04.04.1960 unabhängig. Staatsform ist die Präsidialrepublik. Der aktuelle Präsident ist Abdoulaye Wade, der seit dem 01.04.2000 im Amt ist. Im Senegal wird der/die PräsidentIn auf 7 Jahre gewählt und darf einmal wieder gewählt werden. Der/die PräsidentIn hat im politischen System des Senegals als Staatsoberhaupt eine hervorgehobene Rolle und weitreichende Kompetenzen z.B. darf er/sie den/die PremierministerIn bestimmen. DieseR ist der/die ChefIn der Regierung. Derzeitiger Premierminister des Senegals ist Souleymane Ndéné Ndiaye und seit Juli 2009 im Amt. Daneben gibt es ein Parlament, das in zwei Kammern, die Nationalversammlung und den Senat, unterteilt ist. Die Nationalversammlung besteht aus 150 Abgeordneten, 90 von ihnen werden per Mehrheitswahl in ihren Wahlkreisen bestimmt, 60 von ihnen werden durch Verhältniswahl über Parteilisten ebenfalls in den Departements ins Parlament entsendet. Die Abgeordneten sind auf 5 Jahre gewählt. Der Senat besteht aus 100 Mitgliedern. 35 von ihnen werden in ihren Departements gewählt und 65 von ihnen werden vom Präsidenten bestimmt. Alle 4 Regierungsorgane, also PräsidentIn, PremierministerIn, Nationalversammlung und Senat, haben ein Gesetzes-Initiativrecht. Daneben gibt es noch den „Conseil de la République pour les affaires économiques et sociales“, der 2004 nach französischem Vorbild eingeführt wurde. Es ist ein ExpertInnenrat, der sich mit ökonomischen und sozialen Fragen befasst und die Regierung berät. Er hat nur eine beratende, keine politische Funktion. Seit der Unabhängigkeit 1960 ist die Parteienlandschaft des Senegal durch die Sozialistische Partei „Parti Socialiste“ geprägt. Dies ändert sich jedoch mit Abdoulaye Wade, der durch seine Wahl 2000 die durch acht Parteien gestützte demokratische Koalition „SOPI“ (Wandel) an die Macht bringt. Innenpolitisch problematisch ist der Konflikt mit der südlich gelegenen Region „Casamance“ ,deren Unabhängigkeit von der Rebellentruppe „MFDC“ (Mouvement des Forces démocratiques de la Casamance“) angestrebt wird. Oftmals gibt es kämpferische Auseinandersetzungen. Außenpolitisch macht sich der Senegal für die Ausweitung der Afrikanischen Union stark. Ebenso unterstützt man die Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA). Der Senegal ist Ausrichter zahlreicher internationaler Konferenzen. Auch der religiöse Dialog mit anderen islamisch geprägten Ländern hat sich seit den 90er Jahren (z.B. mit Israel) ausgeweitet. |



