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Gesundheit

Das Gesundheitswesen im Senegal ist in drei Instanzen aufgeteilt. Erste Instanz ist die Regierung (-derzeitige Gesundheitsministerin Mme Thérèse Coumba Diop) und das zuständige Gesundheitsressort. Zweite Instanz sind die regionalen medizinischen Verwaltungseinheiten, die den staatlichen Verwaltungseinheiten entsprechen. Dritte und letzte Instanz sind die so genannten „districts sanitairs“, noch kleinere Teilbereiche in den medizinischen Verwaltungseinheiten.

Die beste gesundheitliche Versorgung existiert rund um die Hauptstadt Dakar, wo 70-80% der senegalesischen Ärzte angesiedelt sind. Dies führt zur Unterversorgung in vielen ländlichen Regionen, wo es oft an Krankenhäusern oder medizinischem Personal mangelt.

Jährlich betragen die Ausgaben für den Sektor Gesundheit 2,4 % des senegalesischen Bruttoinlandsproduktes. Dieser Wert hat sich im Gegensatz zu den 1980er Jahren verdreifacht.

Erst seit dem 20. Jahrhundert hat sich im Senegal der Fokus verstärkt auf die Gesundheit gerichtet. Es wurden schärfere Hygiene-Vorschriften erlassen, um die Menschen vor Krankheiten und Epidemien zu schützen. 1905 wurde ein medizinischer Service etabliert, der den Menschen kostenlos Medikamente zur Verfügung stellte und sie in gesundheitlichen Fragen beriet.

1918 wurde die erste medizinische Hochschule Afrikas in Dakar gegründet. Bis 1953 wurden dort 581 Ärzt(e)Innen, 56 PharmazeutikerInnen und zahlreiches Pflegepersonal ausgebildet. Seit 1942 gibt es medizinische Vorsorgeuntersuchungen in der Schule.

Die Kostenübernahme von Medikamenten und Arztbesuchen wurde im Laufe der Jahre reduziert, sodass sich viele Menschen eine gesundheitliche Versorgung nicht mehr leisten können.

Die am meisten verbreiteten Krankheiten im Senegal sind Malaria, Syphilis, Tuberkulose und Gelbfieber. Auch Diabetes ist im Senegal, durch Übernahme schlechter zuckerhaltiger Ernährung, verstärkt ausgebrochen. Bei nur 1% HIV-Infizierten der Gesamtbevölkerung spielt dieses Thema nur eine untergeordnete Rolle. Dies ist vermutlich auf den offenen Umgang mit dem Thema und den zahlreich errichteten ,kostenfreien Beratungsstellen zurückzuführen.